IJKA: Tetsuhiko Asai erstrebte einen aktuelleres Karate indem er nicht an Althergebrachtem festhielt, sondern er entwickelte seine Art des Karate durch Einbinden von Fertigkeiten aus anderen Kampfkünsten in das traditionelle Shotokan. Zusammen mit Bruno Koller und mit Sadashige Kato, mit welchen er seit 1989 weltweit unterrichtete und Lehrgänge auf aller Welt durchführte, gründete er die IJKA als “International Japan Karate Association”  für alle Karate-Enthusiasten, in welcher die Karateka ihr Können durch das Lernen untereinander vervollkommenen konnten. Der Verband IJKA wurde in Europa registriert, da die Registrierung in Japan nicht möglich war. Europa war offen für Neues. Asai Sensei entwickelte 42 neue Katas, die weltweit verbreitet wurden. Nach Asai Senseis leider viel zu frühen Tod im Jahre 2006, hat sich die IJKA in zwei verschiedene Verbände gesplittet. Kato Sadashige arbeitete ab 2006 neu mit einer eigenen IJKA. Bruno Koller arbeitete ab 2006 weiter mit der Familie von Asai Sensei als IJKA. Präsidentin der IJKA wurde Asai Senseis Ehefrau Keiko Asai. Zum Hauptdojo der IJKA wurde das Dojo ihres Bruders Chen Hung-Tsung Shihan in Taiwan ernannt, in welchem Asai Sensei hauptsächlich trainierte. Chen Hung-Tsung Shihan war Träger des 9. Dan im Karate, sowie Meister im White Crane Kung-Fu. Viele runde Techniken, die Asai Sensei in sein Karate integrierte, stammen aus dem gemeinsamen Training mit Chen Hung-Tsung Shihan. Chen Hung-Tsung Shihan wurde zum Chefinstruktor der IJKA ernannt, dessen Sohn Chen Hsin-Kuei Shihan (auch bekannt als Keibou Sensei), der Neffe von Asai Sensei, ist Träger des 8. Dan, und wurde zum Technischen Leiter der IJKA benannt. Bruno Sensei wurde zum Chefinstruktor der IJKA Europa bestimmt. Der Verband wurde, bestehend als IJKA, sinngebend umgetauft auf “International Japan Karatedokai Asai-Ryu”. Später sollte “Asai-Ryu” weggelassen werden, da Asai Sensei nie einen eigenen Karate Stil gründen wollte. Seit diesem Zeitpunkt heisst der Verband noch heute “IJKA – International Japan Karatedokai”.
In der Schweiz besteht durchgehend, seit der Gründung der alten IJKA, der eigene Verband von Bruno Sensei, die IJKAS “IJKA Switzerland”, als Mitglied der vereinten Schweizer Dojos in der IJKA.

Asai Sensei setzte alles daran, die Karatetechniken so zu studieren und weiterzuentwickeln, um zum wahren Verständnis des Karate zu kommen. Karate ist ein lebenslanger Prozess. Asai Senseis wichgste Aussage, die Bruno Koller und seine Schüler ein Leben lang begleitet:

“I’m no master, I’m every day student“
(Dies bedeutet, jeden Tag nach Verbesserungen des Ichs zu streben)

Insbesondere die runden Bewegungen der chinesischen Kampünste übernahm Asai Sensei in sein Karate und machte es so zu etwas Besonderem, das sich vom „normalen“ Shotokan Karate vollkommen unterscheidet. Die Markenzeichen von Asai Senseis Karate sind u.a. runde und fliessende Bewegungen ohne Einsatz von Muskelkraft. Seine fast akrobaschen, nie stoppenden Bewegungen erinnern so an einen Tanz, das haarscharfe Entkommen vom gegnerischen Angriff überrascht und fasziniert zugleich. Diese Fähigkeiten erreichte er durch tägliches Training an seinem eigene Körper und die vielen Optimierungen der verschiedenen Karate Techniken.

JKS: Im Jahr 2000 gründete Asai Sensei die JKS “Japan Karate Shoto Federation” zusammen mit Masao Kagawa, ausschliesslich für das traditionelle Shotokan Karate, für alle Karateka die Asai Senseis eigenen Weiterentwicklungen im Karate nicht folgen mochten.

Nihon Wheelchair Karatedo Renmei: Auch entwickelte Asai Sensei das Rollstuhlkarate, gründete die “Nihon Wheelchair Karatedo Renmei” und verbreitete diesen neuen Stil weltweit.

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