AIKIDO

Aikidō [aikidoː] (jap. 合気道 oder 合氣道) ist eine betont defensive moderne japanische Kampfkunst. Sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Ueshiba Morihei als Synthese unterschiedlicher Budō-Disziplinen entwickelt, insbesondere aus dem Daitō-Ryū Aiki-Jūjutsu. Daitō-ryū Aiki-jūjutsu wurde von Sokaku Takeda (1859–1943) erstmals Ende des 19. Jahrhunderts öffentlich unterrichtet, Ueshiba Morihei war einer seiner Schüler. Sowohl Daitō-ryū, als auch Aikidō gründen auf Strategien und Formen des traditionellen Schwertkampfes Kenjitsu.

Aikido | Budoschule Luzern - Senbukan

Aikido ist eine moderne japanische Kampfkunst, die von Meister MORIHEI UESHIBA aus verschiedenen traditionellen Kampfkünsten entwickelt wurde. Aikido ist eine Kampfkunst, bei der ein Angriff nicht mit einem Gegenangriff beantwortet wird. Ziel des Aikidō ist es, einem Angriff dadurch zu begegnen, dass man die Angriffskraft ableitet, und es dem Gegner unmöglich macht, seinen Angriff fortzuführen. Dies geschieht insbesondere durch Wurf- und Haltetechniken. Der friedlichen geistigen Haltung des Aikidō entsprechend, geschieht dies ohne Absicht zum Gegenangriff, sondern vorwiegend durch die Einnahme einer günstigen Position und der ständigen Kontrolle des Kontakts mit dem Gegner. Zur Übung werden Angriffs- und Verteidigungsformen aus der Menge standardisierter Aikidō-Techniken vorher ausgewählt und, einer vorgegebenen Form folgend, ausgeführt. Mit zunehmendem Fortschritt der Ausbildung kommen auch freiere Übungsformen und Randori vor. Es folgt damit dem japanischen Sprichwort: „Trete durch die Form ein, und trete aus der Form heraus.“

Begriff

In den unterschiedlichen Entwicklungsphasen nannte Ueshiba Morihei seine Kampfkunst Aiki-Bujutsu und danach Aiki-Budō. Erst seit Februar 1942 nannte er sie, einem Vorschlag Hirai Minorus gegenüber dem Dai Nihon Butokukai folgend, auch offiziell Aikidō

Der Name Aikidō wird aus drei Schriftzeichen geformt (合気道; Ai „Harmonie“, Ki „Lebensenergie“, „Lebensweg“) und kann daher in etwa als „Weg zur Harmonie der Kräfte“ oder „Der Weg der Harmonie mit der Energie des Universums“ übersetzt werden. Diese Bezeichnung bezieht sich darauf, dass Aikidō-Techniken dahin zielen, Angriffe durch die Kontrolle ihrer Energie und nicht durch Abblocken derselben unschädlich zu machen. Ein häufig genannter Vergleich lautet, dass die flexible Trauerweide einem Sturm durch Biegen widerstehen kann, während die viel stabilere Eiche bricht, wenn der Wind zu stark ist.

Der Ausdruck Aiki (合氣) wurde bereits in älteren japanischen Kampfkünsten benutzt, insbesondere im Daitō-Ryū Aiki-Jūjutsu (大東流合氣柔術), und hatte dort die Bedeutung der „angemessenen Kraft“ im Sinne eines Mitgehens mit dem Angreifer. Erst Ueshiba erweiterte die Deutung auf eine auch spirituelle Harmonie.

Geschichte

Ueshiba Morihei, Student verschiedener Schwert-, Lanzen- und waffenloser Kampfkünste, entwickelte als Schüler von Takeda Sōkaku mit seinem geistigen Mentor und Freund Deguchi Onisaburō durch Zusammenführung verschiedener traditioneller Kampfkünste Aikidō. Er begründete in Tokio (Japan) das Honbu Dōjō (jap.: Haupt-Übungshalle), von dem sich Aikidō über die ganze Welt verbreitete.

Ab 1951 kommt das Aikido erstmals auch in europäischen Länden an, zuerst in Frankreich, anschliessend in den weiteren Ländern Europas. In der Schweiz verbreitet sich Aikido in den Anfängen durch Masatomi Ikeda Sensei.

Die Internationale Aikido-Föderation (I.A.F.) wurde 1975 gegründet und umfasst sechs kontinentale Verbände und mehr als vierzig nationale Aikidō-Verbände. Daneben gibt es viele weitere Verbände und Dōjō innerhalb und außerhalb des Aikikai.

Ki – Aikido

An unserer Schule wird Ki-Aikido gelehrt und trainiert. „Ki“ bedeutet auf Japanisch „Geist“.
Aikido trainiert Körper und Geist. In der extremen Situation eines körperlichen Angriffes üben wir einen ruhigen Geist zu bewahren, um die Situation und nicht alleine den Gegner zu kontrollieren. Das ist nur möglich, wenn wir entspannt sind und unsere Wahrnehmung möglichst vollkommen ist. Im Aikido gibt es keinen Wettkampf und somit keine Gewinner und Verlierer. Wir trainieren miteinander, unabhängig von Geschlecht, Alter und Kraft. Im Ki-Aikido gibt es neben dem Techniktraining auch Meditation, Atemübungen und Ki-Übungen. Das Training der Sinne und der Wahrnehmung ist nötig, um Ki zu erfahren. In den Trainingsstunden dienen Entspannungs-, Atem- und Konzentrationsübungen dazu, den Geist in eine konzentrierte Ruhe zu bringen. Das Verständnis des Zusammenwirkens von Geist und Körper bildet die Grundlage, um über die reinen Techniken hinaus das Konzept des Ki-Aikido auch in den Alltag zu integrieren.

Das Ki-Aikido Dojo Luzern gehört dem Verband ‚Ki No Kenkyukai Association International‘ an.

Quelle: Wikipedia, ki-aikido.ch

Unsere Trainer und Ausbildenden

Rolf Bender

Rolf Bender

4-Dan, Okuden
Newsletter